Erinnerungsorte

Erinnerungszeichen werden an Orten angebracht, an denen Münchnerinnen und Münchner lebten, die zwischen 1933 und 1945 von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden, weil sie Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle oder politische Gegner waren, als „geisteskrank“, „fremdvölkisch“ oder „asozial“ abgestempelt wurden. So wird diesen heute meist vergessenen Kindern, Frauen und Männern ihr Platz in unserer Stadtgesellschaft zurückgegeben. Damit auch junge Menschen diese neuen Erinnerungszeichen kennenlernen, dreht DEIN LIFE in den kommenden Monaten verschiedene Videoclips, mit denen die einzelnen Schritte von der Herstellung bis zur Einweihung der Erinnerungszeichen dokumentiert werden und mit denen die Lebensgeschichten der Menschen vorgestellt werden.

Das Projekt richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die sich für historische Themen und Medien interessieren. Vorkenntnisse sind nicht nötig. Auf der Suche nach den Lebensgeschichten durchforsten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projektes Archive, führen Interviews mit Zeitzeugen und Familienangehörigen. Dabei erstellen sie Audio- und Filmaufnahmen, Aufnahmen mit einer 360 Grad Kamera und vieles mehr, sind dabei, wenn die Gesichter der Menschen in die Erinnerungszeichen eingelasert werden, wenn der FC Bayern München ein Erinnerungszeichen für sein ehemaliges Mitglied Hugo Railing einweiht, und filmen die Fans, wenn sie ihm zu Ehren im Stadion eine Choreographie veranstalten.

Die einzelnen Puzzlestücke werden auf dem Youtube Kanal DEIN LiFE und in der App zu den Erinnerungszeichen veröffentlicht und sollen abschließend zu einem nonlinearen Dokumentarfilm zusammengestellt werden. Mit Hilfe der einzelnen Clips können die Geschichten rund um die Erinnerungszeichen künftig vor Ort und im Web angesehen werden.

Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Stadtarchiv München und DEIN LiFE – Medienzentrum München mit Unterstützung des Kulturreferats.