
Das
Projekt "Das gläserne WM-Ticket" vermittelt Jugendlichen Grundkonzepte
der
themenbezogenen Recherche und der medialen Aufbereitung von Materialien
und
leitet sie zu einem alltagsbezogenen und barrierefreien Umgang mit
Medien an. Ausgangspunkt
ist dabei das Thema „Datenschutz“.
Ausgangspunkt
und Ziel des Projekts
Unter
Datenschutz-Gesichtspunkten ist der bevorstehende massenhafte Einsatz
von
RFID-Transpondern im Rahmen der WM 2006 problematisch. Die Gefahr der
RFID-Technik
liegt zum Beispiel im Verlust der informationellen Selbstbestimmung -
die
einzelne Person hat durch die versteckten Sender keinen Einfluss mehr
darauf,
welche Informationen preisgegeben werden. Das
Projekt "Das gläserne WM-Ticket" schafft einen Zugang zu dem sperrigen
und leider
in Vergessenheit geratenen Thema Datenschutz. Aufhänger für eine
Auseinandersetzung mit dem Thema sind die Eintrittskarten zur Fußball
WM. In
den Eintrittskarten sind erstmals rfid-Chips im Rahmen einer
Großveranstaltung
integriert, wodurch die Besucherinnen und Besucher überwacht werden
können,
ohne dass es Ihnen bewusst ist. Ziel des Projekts ist das Erstellen
eines
Informationsangebots zum Thema RFID und Datenschutz aus der Sicht von
Jugendlichen für Jugendliche. Im Rahmen des geplanten Projektes setzen
sich Jugendliche
mit dem Strukturieren von Inhalten zum Thema Datenschutz, der
Aufbereitung des
Informationsmaterials und der medialen Umsetzung auseinander. Als
Medien stehen
ihnen dabei das Internet als Bild-, Ton- und Textmedium und Video als
ideales
Medium für Reportagen zur Verfügung.
Genderaspekte
des Projekts
Gerade
weil Fußball immer noch eher ein Jungenthema ist, eignet sich die
Auseinandersetzung mit dem Thema RFID und Datenschutz für ein Projekt,
das
Jungen und Mädchen gleichzeitig ansprechen soll. Jungen interessieren
sich für
Fußball, aber das Rahmenprogramm der Weltmeisterschaft mit
internationalen
Begegnungen, vielen Attraktionen im Umfeld und der starken
Medienpräsenz weckt
auch das Interesse der Mädchen. In dem Projekt können Jungen und
Mädchen ihre
Kenntnisse ganz ihren Interessen und Fähigkeiten entsprechend
einsetzen, sich
gegenseitig informieren und sich aktiv mit dem Thema Datenschutz
auseinandersetzen. Das Projekt zielt darauf ab, Mädchen und Jungen rund
um das
Thema Fußball und Datenschutz miteinander in Gespräch zu bringen, sie
zu einem
sensiblen Umgang mit ihren persönlichen Daten anzuregen und ihre
Medienkompetenz zu fördern. Gleichzeitig werden die Ergebnisse im Netz
und im
Aus- und Fortbildungskanal veröffentlicht und sollen so die Diskussion
zu
diesem Thema unter Jugendlichen anregen. Die
Jugendlichen werden über Münchner Freizeitstätten und Schulen sowie
über die
Münchner Presse und Radiosender angesprochen. Das Projekt selbst findet
im Medienzentrum
München statt.
Durchführung
des Projekts
Es fanden fünf mehrtägige Projekte in Münchner Einrichtungen statt. An der Durchführung der Projekte waren neben den MedienpädagogInnen des Medienzentrums München StudentInnen der Katholischen Stiftungsfachhochschule München beteiligt. An den einzelnen Projekten konnten je 5 bis 20 Jugendliche teilnehmen, wobei auf eine geschlechtsparitätische Besetzung geachtet wurde. Das Projekt "Fachinformatiker machen Radio" wurde gefördert im Rahmen von In eigener Regie - ein Projekt des JFF- Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis und der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien BLM
Die anderen Projekte entstanden im Rahmen des Seminars "Orwell 2005" an der Katholischen Stiftungsfachhoschule München im Wintersemester 2005/2006. Das Seminar wurde durchgeführt von Alexander Buck und Kathrin Demmler.
weitere
Informationen zum Thema RFID
wikipedia
RFID
in Lebensmitteln
BigBrotherAward
FoeBuD