Kino Asyl

Ein Filmfestival von Flüchtlingen mit Filmen aus den Herkunftsländern

KINO ASYL
Macht mit

Ein Festival mit Filmen aus den Herkunftsländern der in München lebenden Flüchtlinge. Das Festival wird von den Flüchtlingen mit Unterstützung von Fachleuten selbst gestaltet und könnte fester Bestandteil der Münchner Festivalszene werden.

Programm 2015

Ausgangssituation
Jeden Tag landen Jugendliche aus verschiedenen Ländern der Erde am Münchner Hauptbahnhof. Sie haben meist kein Gepäck dabei, sondern nur ein Stück ihrer Kultur, dieses bringen sie in den deutschen Alltag mit ein. In ihren Herkunftsländern gibt es eine eigene Film- und Fernsehindustrie. Jeder wurde durch die Filme und Sendungen geprägt. Was wäre ein Samstagabend in Deutschland ohne „Wetten dass?“, ein Sonntag ohne den „Tatort“ oder das junge deutsche Kino ohne Fatih Akins „Gegen die Wand“. Aus den Ländern der jungen Flüchtlinge kennen wir diese Kulturgüter nicht. Diese kennen zu lernen und zeigen zu dürfen ist ein großer Gewinn. Hier setzt das Festival Asyl an.

Eigene Kultur zeigen
Das Festival wird so angelegt, dass die Flüchtlinge auf allen Ebenen aktiv eingebunden sind. Dies wird im Rahmen von Workshops und durch einzelne Akteure gewährleistet. So gestalten die Jugendlichen selbst das Material für Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Poster, Flyer, Programmheft) produzieren die Trailer für das Festival, treffen die Filmauswahl, Präsentieren diese Filme und übersetzen und untertiteln sie gegebenenfalls. Auch das mögliche Rahmenprogramm mit Musik und ggf. Essen wird von Ihnen kreiert.

Direkter Einblick in die Kultur
Den Besuchenden des Festivals wird ein tiefgehender und persönlicher Einblick in eine für Sie ansonsten unerreichbare Lebenswelt ermöglicht.

Kompetenzen fördern
Die Jugendlichen lernen partizipativ eine vermeintlich fremde Kultur aktiv mitzugestalten und zu bereichern. Durch die Gestaltung der Produkte lernen sie einen souveränen Umgang mit Medien und erhalten eine Bühne für ihre eigene Geschichte. Durch die öffentliche Präsentation und die Übersetzung steigt das eigene Selbstwertgefühl und auch sprachliche Kompetenzen werden gefördert.

Veranstalter: Medienzentrum München des JFF in Kooperation mit Filmstadt München e.V. und Icoya e.V. und Voice of Refugees, zusammen mit der Münchner Stadtbibliothek, gefördert vom Kulturreferat München und dem Stadtjugendamt München.