GAMES + JUGENDARBEIT

Digitale Spielkultur in der Jugendarbeit

Spielen hat Tradition in der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Auch Konsolen und PCs haben schon Klassikerstatus und es gibt einige gute Ansätze und gute Ideen. Es ist an der Zeit, die Spielkultur in den Jugendtreffs auf das nächste Level zu heben. Im Zuge von GAMES+ werden bewährte Konzepte für die digitale Spielkultur in Jugendtreffs gesammelt und neue ausprobiert. Die digitalen Spielideen werden im Netz veröffentlicht, damit Jugendarbeiter*innen in München und darüber hinaus davon profitieren können. Die Projekte umfassen einen je unterschiedlichem zeitlichen und technischen Aufwand. Die Projekte werden von Medienpädagog*innen aus dem MZM in Kooperation mit den Mitarbeiter*innen in den Einrichtungen durchgeführt.

PROJEKTÜBERSICHT

Beteiligt waren:

Kinderhaus und Jugendtreff Harthof
Jugendtreff M10City
Das Laimer Jugendzentrum
LOK Arrival
Spielhaus Sophienstraße / Arnulfpark

PLAY THE WALL

Die Außenfassade oder Innenräume von Jugendtreffs werden bespielt – mit eigens von Besucher*innen kreierten Games (z.B. mit Scratch-Games, Adaptionen von Pong, Pixelpress oder Super Mario Maker). Damit wird spielerisch eine Brücke in den öffentlichen Raum geschlagen und der Jugendtreff sichtbar inszeniert. Mit Hilfe von Microcontroller-Bausätzen wie Makey Makey können außerdem mit einfachen Mitteln eigene Spielcontroller erfunden werden.

Der Gamedesign-Prozess kann unterschiedlich aufwändig ausfallen – je nach Anspruch, Hausfassade und zeitlichen Ressourcen. Ein Tag im offenen Betrieb sollte dafür mindestens eingeplant werden. Controller können auch als Liveaktion während des Spielens gebastelt werden. Das Projekt eignet sich besonders für Events. Die Außenprojektion hängt stark von der Fassade und den Lichtverhältnissen ab.

GAMES MEET MUSIC

Digitale Spielereien mit Musik, Sounds und Textfragmenten können mit Hilfe von alternativen Controllern und an spannenden Spielorten (z.B. Jugendtreff-Bars) umgesetzt werden. Zudem eignet sich eine Reihe von Games wunderbar als Partyspiele, die auf klassische Controller verzichten, z.B. im Stehen gespielt werden und zum gemeinsamen Spielen, Tanzen oder Singen anregen (z.B. Johann Sebastian Joust, B.U.T.T.O.N., Rockband). Zusätzlich können für VJing zur Musik passende Visuals mit Computerspielgrafiken vorproduziert werden. Der zeitliche Aufwand kann unterschiedlich groß ausfallen.

SPIELEN VERBINDET

Im Kontext des Willkommen in München-Projekts (WiM) werden offene Gaming-Events für geflüchtete Kinder und Jugendliche angeboten. Interaktion steht dabei im Mittelpunkt. Zudem können die Teilnehmenden mit unterschiedlichen Tools einfache Sprachspiele selbst designen, gemeinsam Musik kreieren und gegeneinander im E-Sport antreten.

MATERIALENTWICKLUNG UND PRÄSENTATION

Die Ergebnisse des Projekts sind in Form von offenen Bildungsmaterialien (OER) hier veröffentlicht. Sie wurden am 14.2.2017 auf einer Tagung im Institut für Jugendarbeit präsentiert.

KONTAKT

Medienzentrum München des JFF
Oskar Peter / Sebastian Ring
TEL 089.126653-0
E-MAIL oskar.peter@jff.de, sebastian.ring@jff.de

KJR München-Stadt / Projektstelle Web 2.0
Cornelia Walter
E-MAIL c.walter@kjr-m.de